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erschienen im Kiepenheuer & Witsch, 1. Auflage 2012, ISBN: 978-3-462-04464-5

Dieses Buch ist ein liebevoller Blick auf ein fiktives österreichisches Bergdorf namens St. Peter am Anger … typisches Bergdorf, verdammt katholisch, unglaublich schrullige an Tradition hängende Protagonisten und dazwischen Johannes A. Irrwein, der durch das Vorleben seines Opas, ausbrechen mag. Er schafft es auch bis in den Nachbarort auf das Gymnasium … aber Johannes ist soo freiheitsliebend und so sehr Aussenseiter, dass er da bei der Matura Prüfung auf Granit beißt … aber der Herodot-freund und Geschichtefan Johannes A. Irrwein versucht sich nicht in totaler Traurigkeit zu wähnen und er fängt an eine wissenschaftliche Beobachtung über die Bergbarbaren in St. Peter am Anger nieder zu schreiben.

Das Buch fängt an mit einem Unfall, der Aussteiger Johannes Gerlitzen, Irrweins Großvater bringt bereits das Dorf in große Aufruhr, weil er unbedingt Medizin studieren mag und er es dann auch tatsächlich tut. Seinen Enkelsohn “versaut” er mit seinem Gedankengut und deswegen wird Johannes A. Irrwein stets komisch angesehen. Das üblich Verdächtige, wenn man nicht ins Bild passt…

Dieser Roman ist toll und “fluffig” geschrieben. Die Tragik in diesem Buch ist nicht im Leben des Johannes A. Irrwein zu suchen, sondern im Verhalten und in dem Umgang der restlichen Dorfbewohner und vor allem der eigenen Eltern. Ich musste jedenfalls des öfteren schluchzen UND was ganz besonders an dem Buch ist … ich fühlte mich fortwährend unterhalten. Über den Ausgang des Johannes A. Irrwein werde ich hier nichts schreiben … aber ich kann und möchte das Buch empfehlen.