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Lieber Leser dieses Blogs … ich muss mich mal auskotzen. Ich kann das nicht in Englisch. Dazu kann man ja möglicherweise den Blog übersetzen lassen. Es gibt dazu Möglichkeiten. Sorry this post is not in English written, because I just cannot.

Okay … wie fange ich nur an? Ich bin kein Mensch, der auf jeden Trendzug aufspringt, aber ich gebe jedem Trend und jedem Hype wenigstens eine Chance. Deswegen habe ich mich vor ein paar Wochen in den Bücherhallen Hamburg angemeldet, damit ich die gehypten Bücher nicht auch noch kaufen musste und habe mir den ersten Teil der Hunger Games ausgeliehen … und ja, ich lese keine total gehypten Jugendbücher in der deutschen Übersetzung.

HUNGER GAMES – DIE TRIBUTE VON PANEM von Suzanne Collins
Ich habe mich jedenfalls hingesetzt und habe mir den ersten Teil der Hunger Games durchgelesen. Es war schwere Kost … echt schwer. Nein, keinesfalls wegen der schwierigen Sprache oder des komplexen Inhaltes … es war bitter, schwer wegen der strunzdoofen Storyline, der überhaupt nicht ausgereiften Charaktere, der nicht vorhandenen Spannung. Ich war wütend bereits nach 200 Seiten. Ich habe das Buch trotz allem zu Ende gelesen, weil ich wissen wollte, ob am Ende tatsächlich das passiert, was ich nach 200 Seiten bereits geahnt hatte. Dem war auch so. Ich hasse Bücher, die man berechnen kann. Da kann ich mir auch gleich einen Julia Groschenroman kaufen. Da weiß ich, was ich habe und hole mir nicht die Katze im Sack.
Okay, jetzt spoiler ich ein bisschen … (ohne Namen) … kurzer Abriss des Teil eins. Wir haben eine Welt irgendwann in der Zukunft. Es gibt eine gewinnende und übermächtige Kaste an Menschen und dann noch unterdrückte weniger fetzige Menschen niederer Kasten. Die übermächtigen machen einmal im Jahr lustige “Gladiatorenkämpfe”, wo sie Kinder der niederen Kasten gegeneinander antreten (und sich abschlachten lassen) bis nur noch eins da ist. Natürlich ist ein Mädchen der unterdrückten Kaste A in einen Jungen der unterdrückten Kaste B verknallt und boah eh, die kriegen sich am Ende auch noch. Kurz zusammen gefasst … das Buch ist eine krude Lovestory verpackt in einem latent rassistischen Milieu, welches einem Leser mit einem geringen Funken an Intelligenz zu Dauerbrechreizen motivieren lässt.

Ach ja, ich bin nicht auch noch auf den Zug aufgesprungen und habe der Filmmafia noch Geld in den Rachen geschoben. Das hat meine Schwester und sie sagte, dass sie den Film unter aller Kanone fand. Schlechte Special effects, schlechtes Casting und schlechtes Schauspiel, krude Lovestory, schlechter Schnitt. Sie hat sich richtig aufgeregt.

Zusammenfassend: Wir verstehen den Hype nicht. Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich das Buch nicht gekauft habe, sondern nur geliehen.

A SONG OF ICE AND FIRE auch bekannt unter GAME OF THRONES (der erste Teil der Serie) von George R.R.Martin
Leute, wenn ich unbedingt Mantel, Degen, Schwert, Mittelalter, Könige, Ritter und Co lesen möchte, dann nehmt doch bitte spannendere Klassiker. Ich fand die vier Bücher bei meiner Schwester in einer Box nach Weihnachten herum stehen. Sie hatte sie von der Familie meines Schwagers geschenkt bekommen. (“Na Du liest doch soviel.”) Ich dachte mir, okay, wenn es schon rumsteht (im Englischen Original) und meine Schwester es höchstwahrscheinlich sowieso nicht liest, dann kann ich es doch lesen. A GAME OF THRONES hat mich zutiefst gelangweilt. Ich konnte mich mit keinem Charakter anfreunden. Ich konnte noch nicht mal irgendeinen Charakter richtig hassen, was ja auch manchmal beim lesen hilft. Ich habe ganz ehrlich das Buch abgebrochen nach der Hälfte und dann dachte ich mir, okay … vielleicht bin ich nur doof und mit Vorurteilen vollbeladen … deswegen schaute ich mir die ersten 3 Folgen der HBO Serie an. Ich war echt tapfer und ich muss sagen … die Serie rettet es auch nicht.

Ich bin einfach kein Typ, der auf den gehypten Massengeschmack abfährt. Ich lese dann lieber stille Perlen der Weltliteratur oder auch mal laute.

Unbedingt empfehlenswert ist das neueste Werk von T.C.Boyle “Wenn das Schlachten vorbei ist”. Dieses Buch habe ich mit Freude und voller Spannung gelesen. T.C.Boyle ist ein Meister der Sprache und ihm gehört definitiv mehr Aufmerksamkeit als beide oben genannten Serien.

P.S.: Wenn man doch wenigstens irgendetwas aus den Büchern da oben lernen könnte … aber sie dienen nur der Zerstreuung und eben jener, bei der man den Intellekt irgendwo abgeben muss und höchstwahrscheinlich auch nach dem kompletten Konsum nicht mehr wieder erhält.