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Am 23.12.2012 bin ich zusammen mit meinen Schwestern und meiner Mutter in die Laeiszhalle am Abend gegangen, um Kultur zu erleben. Ja, mal was ganz Neues bei mir. Es spielte das NDR Sinfonieorchester unter der Leitung von Christoph Eschenbach und an der Solovioline Christian Tetzlaff.

Es standen drei Werke auf dem Programm:
Paul Hindemith „Konzertmusik für Streicher und Blechbläser op.50 „Bostoner Sinfonie“

Dieses im Jahr 1930 fertig geschriebene Werk war spektakulär gespielt und konnte am meisten meine Schwestern, wie auch mich begeistern. Ich habe eine Schwäche für Blechbläser in orchestralen Werken. Als Soloinstrument oder in Jazzformationen beispielsweise, kann ich nichts mit Blechbläsern anfangen, aber im orchestralen Donnerwetter, wie bei Hindemiths Werk fasziniert mich ihr voller Klang sehr wohl.

Das zweite Stück war Edouard Lalo Violinkonzert Nr. 2 d-Moll op.21 „Symphonie espagnole“ und an der Violine Christian Tetzlaff, der durch den Taxifahrer, der uns zur Halle fuhr ordentlich bevorschusslorbeert wurde.

Möglicherweise bin ich ein Banause, aber ich fand dieses Werk nach zirka der Hälfte stark ermüdend und einschläfernd und das war ein bisschen schade. Tetzlaff hat sehr gut gespielt und wusste auch sicher im ausverkauften Haus gut zu überzeugen, aber ich konnte dem Spiel und der Musik nicht mit dem passenden Respekt und der Ausdauer folgen, keine Ahnung warum genau. Mich machte die Musik müde und ich hoffte auf ein baldiges Ende. Es mindert aber keinesfalls das Können und das überragende Spiel von Tetzlaff. Es war einfach nur für mich das falsche Werk an dem Abend, leider. Die Zugabe solo von ihm gespielt fand ich toll. Da hätte ich noch länger zu hören können. Tetzlaff ist auch sehr sympathisch fern von der Bühne und ich würde ihn gern noch mal hören wollen … mit einem anderen Werk.

Das dritte Werk war Antonin Dvorak Sinfonie Nr. 8 G-Dur op.88.

Die Sinfonie hat mich mehr emotional mitgerissen, als das Violinkonzert. Ich hatte da mehr Lust mit zu hören. Äußerst großen Spaß hatte ich dabei Christoph Eschenbach beim Dirigieren zu zuschauen. Ich werde möglicherweise auch nicht Dvorak Jünger nach dem Erleben der Sinfonie, aber es war ein sehr sehr versöhnlicher Abschluss des kulturvollen Abends. Die 8. Sinfonie … auch als „die Englische“ benannt, obwohl sie in Russland uraufgeführt wurde, ist ja irgendwie auch schon so ein Hit und ich muss sagen, ich schaue und höre mir orchestrale Meisterwerke doch sehr sehr gern live an.

Das Publikum war sehr enthusiastisch und dankbar für den Abend. Es gab für Tetzlaff, Eschenbach und das Sinfonieorchester eine Menge Applaus und Standing Ovations und das zurecht.

Mehr Infos zum NDR Sinfonie Orchester / Elbphilharmonie: hier

Mehr Infos zu Christoph Eschenbach: hier

Mehr Infos zu Christian Tetzlaff: hier

Christian Tetzlaff gibt es in einem kompletten Bachprogramm am 30.01.2012 in der Laeizhalle noch mal zu erleben. Also, wer noch kein Geburtstagsgeschenk für mich hat …

LG spamdora