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Man treffe sich 16 Uhr beim Globetrotter in Barmbek und geht NICHT hinein, um die Gewinnerin mit der Karte zu beglücken … und im Umkreis dessen zu zweit … die PhotoSusanne und ich … sich mit wichtigen Dingen zu bestücken … wie Nagellack vom Budni *Stirnrunzel* … eigentlich wollte ich schreiben, wie Antiblasenpflaster und Getränken … aber naja egal. Manche Damen können halt nicht aus dem Budni rausgehen, ohne nicht wenigstens mal bei der dekorativen Kosmetik nur gekuckt zu haben … furchtbar. Echt mal.

Ich mache das Vorspiel jetzt für Euch Leser etwas kürzer … das ist besser so … glaubt mir.

Susanne und ich waren recht früh am Ballettzentrum John Neumeier in Hasselbrook. Ich sage jetzt hier keine Uhrzeit … nur soviel, dass diverse Damen schon ein gemütliches Sit-In auf den Treppenstufen des Ballettzentrums zelebrierten, Kiran West noch nicht da war, Kevin Haigen sich noch mal auf das Fahrrad schwang und auf und davon fuhr. Man kann ahnen, dass noch recht tote Hose rund um das Haus war. Aber es war noch genügend Zeit, sodass uns eine anfangs sympathische, aber bereits nach dem fünften Satz soooooooooo sehr unsympathische Frau erklärte, dass sie ja Groupies nicht mag und diese verrückten Menschen, die zu Theaternächten gehen, keine Ahnung von Kunst, Kultur und dem ganzen Business haben.

Ehm sorry, gnädige Frau… “Sie waren eher da als wir. Sie warten ebenso wie wir auf den Einlass und sie werden mit Garantie wie eine Bekloppte zu irgendeinen Saal (lt. Plan) rennen, um sich die Probe der Wahl anschauen zu können.”

Diese Frau redete immer von den anderen, die die Theaternacht besuchen, aber merkte keine Sekunde, dass sie genau diese irren Menschen meinte, die sie als Einzelkandidatin komplett darstellte. So was kann ich ja leiden.

Susanne und ich fanden die Frau jede Sekunde, die sie weiter sprach lächerlicher und das lag zum größten Teil an ihrer Überheblichkeit und ihrem Besserwissen. Wir konnten aber sehr schnell darüber lachen. Und ja … als die Türen aufgingen, waren wir nicht böse über die Sit-in machenden Herrschaften vor uns … denn diese überholten wir mit jugendlicher Leichtigkeit auf den Treppenstufen bis in das dritte Stockwerk zum Fokine Saal.

Hier erstmal die Vorschau, was uns dort erwartete … eine Probe zu “Orpheus”.

Warum wir uns für die Orpheus – Probe entschieden?! Wir entschieden uns gar nicht. Ich habe einfach gesagt, dass wir das machen. Susanne ließ sich überreden. Und es war gut so. Die Probe war mit Roberto Bolle, Edvin Revazov und Anna Laudere. Und wie zuvor geschrieben. Auf dem Weg zum Fokine Saal in das dritte Stockwerk kann man so den ein oder anderen betagteren Menschen überholen. Das hab ich auch getan. Erfolgreich.

Wir wurden Zeuge in den Proben für Orpheus mit dem italienischen Gasttänzer Roberto Bolle, sowie den hauseigenen Solisten Anna Laudere und Edvin Revazov.

Offizielle Roberto Bolle Seite
Lobhudelei auf Edvin Revazov in Parzival – Episoden und Echo
Lobhudelei auf Anna Laudere

Das Schöne an solchen öffentlichen Proben ist, dass diese Proben null gestellt sind, sondern sie wirklich einen Zweck allesamt erfüllen. Roberto Bolle ist in dieser Saison nur als Gast für zwei Stücke im Oktober am Hamburger Ballett zu sehen. Zum einen bei der Wiederaufnahme der “Kameliendame” und zum anderen bei “Orpheus”, was er bereits letztes Jahr schon tanzen sollte, er aber leider nicht konnte.

Nach einer knappen Stunde wurde die Probe beendet und wir hatten uns zusammen ausgesucht, etwas von der Durchlaufprobe vom Sommernachtstraum ansehen zu wollen. Auf dem Weg dahin, schauten wir noch im Ballettschuhlager vorbei, welches von der ehemaligen Tänzerin Elizabeth Jung geführt wird. An die Schlange mit dem Kartensonderverkauf wollten wir uns zwar stellen, aber sie war zu lang. Dann hätten wir etwas von der Probe im Saal Petipa verpasst.

Dort erwartete uns ein vollkommen überfüllter Saal voller Zuschauer und der fast kompletten Compagnie. Wir beide konnten nur aus der zweiten/dritten Reihe stehend etwas erahnen. Aber das, was man sah, war Spaß am Tanzen und vor allem wie gut diese Tänzer auch schauspielern können.

Wir konnten bei der Probe wirklich die Creme de la Creme des Hamburg Balletts sehen. Als da wären: Ivan Urban, Helene Bouchet, Anna Laudere, Carsten Jung, Kiran West, Alexandr Riabko, Konstantin Tselikov und noch eine Menge mehr. Die Probe war in Vorbereitung zu den Gastspielen in Gütersloh, die am 15. und 16. September, kommendes Wochenende stattfinden, angedacht. Wir hatten das besondere Vergnügen bei zwei von drei Proben dabei zu sein. Und haben damit bis auf den ersten Akt, fast das gesamte Stück sehen dürfen. Ach ja, tobender Applaus bei den Proben … das muss man erst mal erlebt haben.

Am Ende konnten wir auch noch zwei drei Worte mit Carsten Jung wechseln und zudem noch ein zwei Karten kaufen. Der Abend hat sich total gelohnt und das Motto “Ballett erleben” stimmte von vorn bis hinten und auch von der Achillessehne bis zum Bizeps.🙂

Was wir verpasst haben?! Mit Sicherheit sehr viel, denn die Theaternacht beschränkte sich ja nicht nur auf das Ballettzentrum, aber ich erinnere mich noch allzu gut daran, dass das ich im letzten Jahr mit einer Freundin dann noch wo anders den Abend beendet hatte und das das ein Reinfall erster Güte war, deswegen beendeten Susanne und ich den Abend im Ballettzentrum, wo wir ihn auch begonnen hatten.

Im Zentrum selbst verpassten wir die Vorstellung des Bundesjugendballetts unter der Leitung von Yohan Stegli, der selbst bis letzter Saison als Tänzer im Ensemble tätig war. Außerdem verpassten wir auch die Probe mit dem umwerfenden Lloyd Riggins und der bezaubernden Anna Poliparkova, sowie die Vorführungen der Ballettschüler. Aber man kann sich ja nicht zerteilen.

Schön war’s.

Deswegen kommen wir bestimmt wieder. Spätestens im nächsten Jahr bei der Hamburger Theaternacht.

Djum riab lia, spamdora und auch PhotomomentsSusanne

alle Fotografien sind von Photomoments Susanne

P.S.: Und so sieht sich das Hamburger Ballett selbst im Blog zur Theaternacht: Lesen!